Die unfreundlichsten Menschen

…arbei­ten bei der Bank (Aus­tria). Vor­ges­tern hatte ich vor (nach­dem ich mir von einer Frau Dok­tor eine Nadel in den Arm ram­men hab las­sen) eine CD zu kau­fen. Aller­dings hatte ich etwa 10 Euro zu wenig in der Tasche. Was tut man da? Na, man besei­tigt sein “Liqui­di­täts­pro­blem” ein­fach und geht zu Bank. Mein Konto bei der Bank Aus­tria ist so und so dem Tode geweiht, da ich zur Ers­ten Bank gewech­selt bin bzw. werde, denn auf das Spar­konto läuft noch ein Bau­spra­rer. Also ich geh hin und lass mir 10 Euro aus­zah­len und muss mir das Gejam­mer der Mit­ar­bei­te­rin anhö­ren, dass doch Spe­sen abge­zo­gen wer­den usw… Und da beginnt auch schon das Wech­sel­bad im Feuch­tem, denn musste unbe­dingt noch den Bus zur huma (Ein­kaufs­zen­trum am Rande der Stadt, Anm.) bekom­men. Die Dame an der Kasse lotste mich hin­über zum Betreu­ungs­schal­ter, oder wie das Ding heißt – und tuschelt der Mit­ar­bei­te­rin da irgend­was ins Ohr und zeigt auf mich. So nach 15 Minu­ten hatte ich auf­ge­hört die Sekun­den zu zäh­len und wäre als nächs­tes in der Reihe gewe­sen, doch da, sie muss ja unbe­dingt in Pause gehen. Also frag ich lie­ber mal, wenn sie wie­der da ist. Sie meint in einer hal­ben Stunde. Pah, das tu ich mir sicher nicht an und geh zum Herrn neben ihr. Als ich mich aus sei­nen tief­blauen Augen wie­der befreit hatte, sagte ich, es ginge um meine Karte, die da auf dem Tisch der Frau, die gerade in Pause gegan­gen ist ginge. Also geht er zur Kas­sen­mit­ar­bei­te­rin und die tuschelt auch ihm irgend­was ins Ohr… und zeigt auf mich. Er kommt wie­der und meint, dass ich einen Abbuch­auf­trag auf der Karte hätte. Ja, ich weiß, ich hab nur EINMAL etwas bei Ama­zon gekauft mit die­sem Konto. Er erklärt mir breit und lang, dass das nicht sein darf und dass es ein Spar­konto sei. Also wirk­lich, als hätte ich den Ver­trag nicht gele­sen, den ich unter­zeich­net hatte. Also ver­bring ich meine nächste halbe Stunde damit, ihm zuzu­se­hen wie er ver­sucht den Auf­trag umzu­bu­chen bzw. beim Auf­trag­ge­ber (Ama­zon) das Konto zu ändern. Er ruft sei­nen Chef dazu und auch der knackt das Rät­sel anschei­nend nicht. Und wir kom­men nach 32 Minu­ten zum Schluss, dass ich mich bei Ama­zon doch bitte anmel­den solle und das Konto umän­dern. Sehr tol­ler Ser­vice! Also werd ich zu mei­ner Bera­te­rin geschleust, die gerade bei einem Kaf­fee mit ihrer Kol­le­gin über einen, ich zitiere: “müf­feln­den Kun­den”, tratschte. Diese erklärt mir breit und lang den Ver­trag und ich nicke beschämt und unge­dul­dig. Spä­tes­tens seit die­sem Moment kenne ich jede Son­der­klau­sel aus­wen­dig. Also schnapp ich mir meine Karte und hetz zur Bus­sta­tion gegen­über. Ver­ge­bens: Der Bus wollte mich wohl nicht an Bord, denn er fuhr dies­mal zur Abwechs­lung ein­mal pünkt­lich weg – ohne mich. Mir blieb also nix ande­res übrig als die U-Bahn nach Sim­me­ring zu neh­men und zu ver­su­chen den Bus von dort zum Bus­bahn­hof Grill­gasse zu neh­men und dann auf den Bus war­ten, der mich nicht wollte. Der Bus von Sim­me­ring ist schnel­ler bei Grill­gasse, weil er das Gebiet nicht groß­flä­chig umfährt und auch nicht alle 45 Minu­ten fährt. Letzt­end­lich kam ich auch zu mei­ner CD und musste fest­stel­len, dass der Media Markt ein neues Maga­zin aus­gibt, das mei­ner Mei­nung nach sehr gelun­gen bzw. eine sehr gute Idee ist.

In die­sem Sinne, gute Nacht.

Media Markt
Bank Aus­tria

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