Und wieder ist ein Jahr vorübergegangen, endlich. Noch 7 Tage, eigentlich, aber diese 7 Tage gelten nicht. Wie habt ihr eigentlich Weihnachten verbracht? Meine Weihnachtswoche war mehr als turbulent, Lukas würde vermutlich Ultra-Turbulent dazu sagen.
Nach dem eher langweiligen Donnerstag folgte natürlich ein recht ereignisreicher Freitag. In der Schule hatten wir ein “Weihnachtsfest”, das eher zum Schnarchen war und eigentlich nur über gerade einmal 2 Stunden ging. Zum Glück hatte der Chris ein Mittel, um den langweiligen Punsch aufzupeppeln und aus ihm einen richtigen Punsch zu machen. Nur hätte er vielleicht nicht den ganzen Flachmann reinleeren sollen…
Gut, nachdem uns verkündet wurde, dass wir alle schlecht in Latein sind, danke Frau Professor, und wir die letzten zwei Stunden an diesem Tag doch tatsächlich Unterricht hatten, waren endlich mal Ferien. Nachdem ich mich dann doch mit Ivan zum Mittagessen getroffen hatte, er fuhr nämlich an dem Tag für eine Woche nach Vorarlberg, machte ich mich auf dem Weg zu Jimi, damit wir später gemeinsam auf die Party gehen konnten. Als ich dort ankam war sie bereits ein wenig drauf und war gerade dabei, Kunst zu schaffen. Ich kann bis heute nicht identifizieren, was es eigentlich darstellen sollte, aber sie hat wenigstens das Blatt mit der Farbe getroffen.
Im Flug vergingen die Stunden und ehe wir uns versahen war es schon halb 11, wir wollten vor Stunden schon gehen, denn Lukas hatte sich nicht ausgekannt und wartete auf uns. Gott sei Dank hat er die Stelle, die Veranstalterin, erreicht und sie hat ihm irgendwie geholfen. Nur dass er für den Weg von knapp 200 Meter etwa 1 Stunde gebraucht hat.
Bewaffnet mit zwei Bier und jeweils einigermaßen nüchtern wieder – Mischkonsum ist nicht unbedingt gut, weshalb ich das Bier die ganze Zeit halten musste, ohne es zu trinken. Und ich war durstig, Alter! – sitzen wir in der U-Bahn. Allerdings noch immer klar in den Wolken, und so ein Obdachloser kommt herein, kniet sich nieder und bittet um Geld, weil er offenbar an AIDS erkrankt ist und kein Geld für die Medikamente hatte. Das hat uns irgendwie so schockiert, dass wir nicht wussten, was wir tun sollten. So haben wir ihm jeweils ein wenig Geld gegeben, während sich ein Typ im Nebenwaggon sich total tolerant und verständnisvoll gibt und vom Sido redet. Peinlich.
Erste Aktion, die ich tat, als ich auf der Party ankam war, die Wohnung wieder zu verlassen. Lukas hatte die glorreiche Idee, einen Christbaum zu klauen. Kein Problem denk ich mir, ich mach da mit, also klauten wir einen Weihnachtsbaum. Am Tag vor Weihnachten. Irgendwie gemein, aber lustig… Was solls…
Auf der Party selbst ging alles plötzlich sehr schnell, es gab viel Wein, es gab viel Bier, es gab viel anderes. Insgesamt auch viele Menschen. Irgendwann schlossen sich ein paar von uns in dieser Kammer ein, um etwas zu rauchen und von den Lärm, den Sebi als Musik bezeichnete zu entkommen, da kommt der Raphi auf die Idee, den Hometrainer, der dort stand zu benutzen. Er reisst allerdings dabei ein Kabel heraus, sodass es abriss. Dann zog er sich Frauenschuhe an und verpestete die Luft mit diesem Duft, der “wie ein Puff roch” (seine Worte), sodass alle flüchteten.
Als der Abend weiterging legten sich immer mehr schlafen, ich schüttete aus versehen Resi mit ihrem Wasser voll und musste darauf ihr mein Hemd geben. Ich rannte also fortan nur im Unterhemd, mit einer Krawatte um den Kopf herum durch die Gegend. Als dann auch Max+Viki nach Hause gingen und Lukas quer über Stella eingeschlafen war blieben nur noch ich und Jan (Name geändert; siehe Teile 1 und 2) übrig. Ich war damit beschäftigt ein bisschen chilligere Musik anzumachen und er saß da auf dem Sofa herum mit seiner Weinflasche in Hand. Ich setzte mich neben ihn und irgendwie sprang der Funken über. Schon wieder. Vielleicht hätte ich ihn Montag nicht auf das Bier einladen sollen. Vielleicht hätte ich mich niemals von ihm einladen lassen sollen, sodass er nie von dieser Party erfahren hätte. Wer weiß?
Am morgen danach wache ich auf dem Boden auf und ich sehe nur durch den Spalt in der Tür, seine Schuhe durch die Wohnungstüre gleiten. Es war wirklich kalt und ich packte meine Sachen. Ich überlegte noch kurz, vielleicht doch zu bleiben, um mit aufzuräumen. Aber irgendetwas zog mich weg von der Wohnung ich ging erst einmal nach Hause und erzähle das alles dem Mark.
Guten Rutsch ins neue Jahr!
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