NOVA10 — Sturm & Drang

Selbst wenn ich die­ses Jahr nur 2 Tage auf den Pan­no­nia Fields II war, war es ein gei­les ers­tes Fes­ti­val für mich. Tag 1 dort war ein wenig holp­rig und zu schlecht geplant, naja, war ja auch ne Spon­ta­n­ak­tion. 12 Uhr ange­kom­men in Nickels­dorf wusste ich nicht­mal wo die Shut­tle­busse zum Fes­ti­val­ge­lände fah­ren. Schnell hab ich mich mit zwei Mädls zusam­men­ge­tan und gemein­sam durchen Park­platz zur Band­l­aus­gabe gekämpft. Da haben wir uns dann ver­ab­schie­det, weil jeder zu sei­nen Leu­ten gegan­gen ist, die schon seit Don­ners­tag oder Frei­tag da waren. Okay, schlecht geplant, ich ruf also meine “Leute” an und die sind ent­we­der zur Abküh­lung am Neu­sied­ler See oder bei einer Stage und hat­ten keine Lust sich um mich zu küm­mern. Ich stol­pere also zelt­los erst­mal durchs Gelände und mach mich ver­traut. RED STAGE: Keine Geträn­ke­mit­nahme. Auch gut, sauf ich in 15 Minu­ten halt 3 Liter Was­ser aus. Als ich drin­nen war, kamen 2 Stun­den Kon­zert­ge­nuss auf mich zu. Dann bin ich abge­hauen zur BLUE STAGE hin­über. Aber an der Stelle der Kreu­zung ist der LAKE NICKELSDORF ent­stan­den. Ein Gatsch-See, vom Was­ser der Wasch­be­cken und Duschen. Also umkeh­ren, zur RED STAGE, rechts abbie­gen und dann zur “Haupt­straße”. Hin­über zur BLUE STAGE und dort Musik genie­ßen. Dann kam mir die Idee die PLINGG STAGE zu suchen. Irgendwo mit­ten­drin hab ich mich da ver­lau­fen und schrieb eine SMS an “meine Leute”. Die waren gerade am Rück­weg und ver­such­ten mir den Weg zu deren Zelt zu schil­dern. Aber irgend­wie hatte ich kei­nen Plan, was die mein­ten. Irgend­wann im spä­ten Nach­mit­tag dann sind sie mich abho­len gegan­gen und haben mich zu ihrem Zelt gebracht, wo andere sehr nette und inter­es­sante NOVA-Menschen waren. Der eine, Max, ist zu den Hives gegan­gen, was ich auch wollte, aber vom Ver­lau­fen und umher­ir­ren war ich zu faul. Vom wei­ten konnte man ihn übri­gens auch Bunjee-springen sehen. Spä­ter dann wäre unser Pavil­lon fast weg­ge­flo­gen, wegen einer Sturm­war­nung. Am Ende war unse­res das ein­zige, das noch stand und hatte trotz­dem nicht gereg­net.
Ursprüng­lich war eh auch geplant, dass ich nach Green Day den Zug nach Hause nehm, aber dann hab ich doch dort über­nach­tet. Denn Green Day war ein­fach geil. Auch wenn sie irgend­wie stän­dig die sel­ben Ansa­gen gemacht haben und auch stän­dig die sel­ben Songs gespielt… Sie waren toll. Dann noch schnell Party vor nem Cocktail-Zelt und schluss­end­lich ein letz­tes Bier. Egger ist, wie ich fest­ge­stellt hab, total eke­lig. Ins Bett und am nächs­ten Mor­gen auf­wa­chen.
Ich hab gedacht, ich würde erst am Vor­mit­tag oder zu Mit­tag auf­wa­chen, aber ich wurde schon um 5 Uhr quasi geweckt. Der Son­nen­auf­gang war wun­der­voll und ich bin am Sonn­tag, als ich in keine Stage mehr hin­ein­konnte quasi die ganze Zeit am Zelt geses­sen und mei­nen Son­nen­brand ein­we­nig erwei­tert. Es war chil­lig, wit­zig und ziem­lich eigen­ar­tig. Zu die­sem Zeit­punkt hatte ich bereits eine Dreck­schicht wie ein Sand­ler, denn ich bin drei­mal im LAKE NICKELSDORF gelan­det, ein­mal davon frei­wil­lig, weil ich aufs Klo musste, was am ande­ren “Ufer” lag. Gegen Abend/später Nach­mit­tag gings dann los, alle haben sich voll­ge­sof­fen. Mein NOVA-Strohhut, den mir der Gabriel besorgt hatte, wurde als Bier­krug miss­braucht und ich als Säule, weil alle umge­fal­len sind. Wha­te­ver, weil ich dann um 18 Uhr heim musste, durfte ich nicht betrun­ken wer­den. Gabriel wollte den sel­ben Zug neh­men, ist aber schon vor­ge­gan­gen, weil er ein Kon­zert sehen wollte. Ich trag ihn aber im Shut­tle­bus doch noch. Gemein­sam in Zug sind wir dann in Wien ange­kom­men und haben uns aus­ge­macht am Fre­quency wiederzusehen.

In die­sem Sinne, rock on!

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