Skiwoche: Tag 4 — Führungswechsel

Nach dem Fiasko eines Mit­fah­rers in mei­ner Gruppe (Hin­fal­len – wie­der auf­ste­hen – Ski falsch hin­stel­len – rück­links hin­fal­len – auf­ste­hen – seit­wärts hin­fal­len – auf­ste­hen – vom Pro­fes­sor gestoppt wer­den – gemein­sam hin­fal­len – auf­ste­hen – Ste­cken holen) wollte der Pro­fes­sor nicht mehr mit den Anfän­gern fah­ren, somit wur­den die Leh­rer getauscht. Unser neuer Leh­rer war ein ande­rer Pro­fes­sor, wel­cher auch mein regu­lä­rer Sport­leh­rer ist. Somit musste ich mich dop­pelt ins Zeug legen, denn er war der Mei­nung, dass ich nicht mein Bes­tes gebe und treibt mich wäh­rend dem Unter­richt gerne soweit, dass ich fast bre­chen muss. Ein net­ter Mann… Und wie erwar­tet kommt er mit sei­ner Fach­spra­che und erklärt gleich was Sache ist. Von “alpi­ner Grund­hal­tung” ist die Rede und Belas­tungs­ski, … Naja, recht hatte er schon. Und nach den ers­ten 10 Minu­ten hatte er auch schon was an mir her­um­zunör­geln. Ihm gefiel meine Tech­nik, wel­che eine eigene Abwand­lung von Parallel-Schwung ist. Der andere Pro­fes­sor hatte kein Pro­blem damit, dann er lobte mich, dass ich über­haupt Parallel-Schwung fahre. Aber die­ser scheint mich unbe­dingt ver­bie­gen zu müs­sen. Aber das ist okay, denn am Ende der Woche konnte ich mehr oder weni­ger per­fekt Parallel-Schwung fah­ren. Auch wenn die Mus­keln lang­sam ihren Geist auf­ga­ben. Nach zwei, drei Abfahr­ten auf der Stamm­piste ging es via Märchenwiesen-Lift zur “Him­mel­stoi­lette” hin­auf, aber anstatt zur Berg­sta­tion fuh­ren wir ein gro­ßes Stück wei­ter hin­un­ter bis zur Mit­tel­sta­tion. Hier began­nen die Mus­keln schlapp zu machen, denn auf wenn ich kom­man­dierte: “Links­schwung!”, war das Resul­tat: “Hin­fal­len”. Erschöp­fung nennt man das wohl. Jeden­falls kam die selbe Stre­cke gleich der Mit­tags­pause wie­der dran. Und dann wie­der. Und wie­der. Und wie­der…
Frau Anna stieß hier zu unse­rer Gruppe. Sie hatte das Snow­boar­den end­gül­tig auf­ge­ge­ben, denn sie ist am Tag zuvor nur her­um­ge­ses­sen, weil sie keine Lust dar­auf hatte und ver­mut­lich auch ein­we­nig Angst. Sie bremste zuge­ge­ben ein­we­nig die Gruppe ein, aber Herr Enes, einen Tag zuvor dem Pro­fes­sor “ver­scheucht” hatte machte es nicht anders. Er konnte ein­fach nicht in der Spur fah­ren und was noch schlim­mer ist: nicht rich­tig Brem­sen. 50% der Stürze an die­sem Tage rühr­ten daher, dass ich ent­we­der in ihn hin­ein­ge­fah­ren bin, weil er mich geschnit­ten hatte oder dass er in mich hin­ein­ge­fah­ren ist. Oder ich – weil Schluss­licht – ihm Nach­fah­ren musste und er sich in den Tief­schnee “ver­irrt” hatte. Prost Mahl­zeit und gute Bes­se­rung! Wäh­rend­des­sen wurde die Stim­mung in mei­nem Zim­mer immer gespannter…

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