Nach dem Fiasko eines Mitfahrers in meiner Gruppe (Hinfallen – wieder aufstehen – Ski falsch hinstellen – rücklinks hinfallen – aufstehen – seitwärts hinfallen – aufstehen – vom Professor gestoppt werden – gemeinsam hinfallen – aufstehen – Stecken holen) wollte der Professor nicht mehr mit den Anfängern fahren, somit wurden die Lehrer getauscht. Unser neuer Lehrer war ein anderer Professor, welcher auch mein regulärer Sportlehrer ist. Somit musste ich mich doppelt ins Zeug legen, denn er war der Meinung, dass ich nicht mein Bestes gebe und treibt mich während dem Unterricht gerne soweit, dass ich fast brechen muss. Ein netter Mann… Und wie erwartet kommt er mit seiner Fachsprache und erklärt gleich was Sache ist. Von “alpiner Grundhaltung” ist die Rede und Belastungsski, … Naja, recht hatte er schon. Und nach den ersten 10 Minuten hatte er auch schon was an mir herumzunörgeln. Ihm gefiel meine Technik, welche eine eigene Abwandlung von Parallel-Schwung ist. Der andere Professor hatte kein Problem damit, dann er lobte mich, dass ich überhaupt Parallel-Schwung fahre. Aber dieser scheint mich unbedingt verbiegen zu müssen. Aber das ist okay, denn am Ende der Woche konnte ich mehr oder weniger perfekt Parallel-Schwung fahren. Auch wenn die Muskeln langsam ihren Geist aufgaben. Nach zwei, drei Abfahrten auf der Stammpiste ging es via Märchenwiesen-Lift zur “Himmelstoilette” hinauf, aber anstatt zur Bergstation fuhren wir ein großes Stück weiter hinunter bis zur Mittelstation. Hier begannen die Muskeln schlapp zu machen, denn auf wenn ich kommandierte: “Linksschwung!”, war das Resultat: “Hinfallen”. Erschöpfung nennt man das wohl. Jedenfalls kam die selbe Strecke gleich der Mittagspause wieder dran. Und dann wieder. Und wieder. Und wieder…
Frau Anna stieß hier zu unserer Gruppe. Sie hatte das Snowboarden endgültig aufgegeben, denn sie ist am Tag zuvor nur herumgesessen, weil sie keine Lust darauf hatte und vermutlich auch einwenig Angst. Sie bremste zugegeben einwenig die Gruppe ein, aber Herr Enes, einen Tag zuvor dem Professor “verscheucht” hatte machte es nicht anders. Er konnte einfach nicht in der Spur fahren und was noch schlimmer ist: nicht richtig Bremsen. 50% der Stürze an diesem Tage rührten daher, dass ich entweder in ihn hineingefahren bin, weil er mich geschnitten hatte oder dass er in mich hineingefahren ist. Oder ich – weil Schlusslicht – ihm Nachfahren musste und er sich in den Tiefschnee “verirrt” hatte. Prost Mahlzeit und gute Besserung! Währenddessen wurde die Stimmung in meinem Zimmer immer gespannter…
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