Eisalbtraum 2010

EistraumSeit heute weiß ich, ich bin ein Sommer-, Früh­lings– oder Herbst­mensch. Jeden­falls kein Win­ter­mensch. Denn ich war heute, seit lan­gem mal wie­der, auf dem Eis. Nur, dort blei­ben konnte ich nicht ganz, denn umge­fal­len bin ich. Oft. Auch wenn ich aufs Eis gefal­len bin, konnte ich dar­auf nicht gerade gut lau­fen. Anfangs, okay, Schwie­rig­kei­ten mit der Schuh­größe haben nicht gerade viel mit dem Geschick zutun, jeden­falls hatte ich mich erst nach 30 Minu­ten an den Krampf gewöhnt, den ich durch die dep­per­ten Schuhe bekomme hatte. Und dann wird man auch noch von alten Men­schen ange­pö­belt, weil man hin­fällt. Ja, als ob ich absicht­lich auf die Schnauze flieg! Gegen Abend wurde es rasant, es kamen mehr Men­schen und die Bahn wurde abschnitt­weise gesperrt, da die Eis­ma­schine durch musste. Also: Mehr Men­schen, weni­ger Platz –> Kom­pres­sion. Mit wenig Spiel– und Fahr­raum, fuh­ren wir also in einer Kette (man hält sich an den Vor­der­mann fest und der Vor­derste zieht) im Kreis, hin und her. Von der “Lich­ter­show” konnte man fast einen epi­lep­ti­schen Anfall bekom­men. Schreck­lich! Dann wurde die Größe Platt­form wie­der frei­ge­ge­ben, aber die Ver­bin­dungs­bahn zwi­schen klei­ner und gro­ßer wurde gesperrt. Somit dräng­ten sich ALLE auf die große Platt­form, die dann gar nicht mehr so groß war und fast nie­mand war auf der klei­nen. Das fan­den wir lei­der erst her­aus, als wir gin­gen. Auf engs­tem Raum wird geschubst, gefah­ren, geglei­tet, getanzt, gepö­belt, gefal­len, auf­ge­stan­den und aus­ge­rutscht. Hier beginnt für mich die Hölle und will raus. Ich visiere also den Aus­gang an, werde von so einem dum­men Mann geschubst, ange­pö­belt und fast hätte ich meine Fin­ger ver­lo­ren. Liegt eh nur ein Jugend­li­cher am Eis. Wurscht, fahr’ ma drü­ber! Drau­ßen saß ich noch 10 Minu­ten und wollte dann auch schon gehen. Die ande­ren hat­ten auch noch ihren “Spaß” und hat­ten zum Schluss die Nase eben­falls voll. Karte zurück, Schuhe zurück, Pfand zurück. Zurück zur Bim.
Wäh­rend des gan­zen Tages waren sol­che “Sicher­heits­ty­pen” unter­wegs und haben pau­sie­ren­den Leu­ten gesagt, die sol­len gefäl­ligst wei­ter­fah­ren. Ja, na-no-na-ned, wie denn, wenn sie pau­sie­ren wollen?

In die­sem Sinne, einen guten Rutsch!

PS: Der Eis­traum vorm Rat­haus­platz ist noch bis zum 7. März geöff­net. Ein­tritt 6,50; Pfand für die Karte 2,00; Schuhe 6,00. Nur mit Aus­weis ausleihbar.

LINKS: Wie­ner Eis­traum
Foto­al­bum: Eis­traum 2010

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