Medienkunde à la Carte Krone

Zur­zeit neh­men wir die Zei­tun­gen Öster­reichs aus­ein­an­der. Anschei­nend haupt­säch­lich den Kurier und den Stan­dard. Und ich bin zu dem Schluss gekom­men, dass viele mei­ner Klasse ent­we­der sich zu schade sind, Zei­tun­gen zu lesen, oder nur ein biss­chen ein Schund­bl­adl lesen. Zum Bei­spiel diese Gra­tis­zei­tung mit dem Namen Heute. Dazu sag ich nur: “Die Heute druckt mor­gen die Schlag­zeile von ges­tern.” Die Heute wird — was für ein Zufall — von der Toch­ter Dichands gelei­tet. Wer ist Dichand? Der Eigen­tü­mer und Chef­re­dak­teur der mäch­tigs­ten Zei­tung Öster­reichs und pro­por­tio­nal meist­ge­le­sens­ten der Welt. Und wie wer­den The­men behan­delt? “Only bad News are good News” ist deren Reli­gion, Kata­stro­phen und Skan­dale ganz vorne auf das Titel­blatt und das Flitt­chen auf Seite 7 darf nicht feh­len.
Ich will ja nicht vor­ein­ge­nom­men sein, aber ver­glei­che man die Presse, den Kurier, den Stan­dard und die Krone, würde man in einem Ran­king von Qua­li­täts­jour­na­lis­mus klar sehen, dass die Leser­schwächste aller vier ganz oben ist. Der Stan­dard. Was sieht man da? Die Mehr­heit der Öster­rei­cher lesen lie­ber Bou­le­vard und ober­fläch­lich recher­chier­tes Mate­rial, wel­ches mit einem gro­ßen State­ment auf­ge­macht ist: Enter­tain­ment! Denn die Krone besteht aus 50% Bild­ma­te­rial, 30% Schlagzeile/Text, 20% Story. Erstaun­lich. Howe­ver, das Mys­te­rium um die Krone wird wohl immer auf­recht blei­ben. Denn so wäss­rig sie auch sein mag, sie ist und bleibt die mäch­tigste Zei­tung unter allen. Man nennt sie auch, den wah­ren Regie­ren­den. Denn sie ist ein Blatt, das Poli­ti­ker — durch­aus hohe — zum Fall brin­gen kann. Also das nächste Mal, ein­fach ein­mal meh­rer Zei­tun­gen lesen und ein­we­nig ver­glei­chen. Denn bei dem Fall, mit dem nie­der­ge­scho­ße­nem Poli­zis­ten, sind wir dar­auf­ge­kom­men, dass Heute, Öster­reich, Kurier, Stan­dard und Krone zum Teil ver­schie­dene Fak­ten haben. Ein­mal wars das Knie, dann die Lunge, der Kopf und dann wie­der die Schul­ter. Inner­halb der Heute und im sel­ben Arti­kel stan­den gleich 3 ver­schie­dene Tat­orte und zwei ver­schie­dene Uhr­zei­ten. Da schäme ich mich fast jeden mor­gen zu sehen, dass 80% der U-Bahn-Passagiere die­ses Schmier­blatt ließt.

In die­sem Sinne, rutscht nicht in der Schleim­spur von Iliana* aus!

*Name geän­dert

Ein Kommentar

  • Daniel P. schrieb:

    Ich bin ehr­lich gesagt, ganz dei­ner Mei­nung. In unse­rer KLasse lesen die meis­ten diese, ent­schul­di­gung, “Zei­tun­gen” namens Öster­reich und Heute. Das ist ziem­lich schade mei­ner Mei­nung nach. Die Leute soll­ten wissen,was hin­ter die­sen Schund­blät­tern steht. Also wie ernst sie eigent­lich recha­chie­ren. Wenn man das so nen­nen kann eigentlich.

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