Skype+China=TomSkype

Ges­tern erst habe ich die neue Gene­ra­tion Skype vor­ge­stellt, und heute kommt der erste Sky­peskan­dal zum Tages­licht. ORF.at berich­tete:
TomSkype, eine Toch­ter­firma von Skype-Mutter “ebay” und “TOM ONLINE”, die Skype in China ver­tritt wird über­wacht. Die Sofort­nach­rich­ten (IM) wer­den auf ein­schlä­gige und/oder poli­tisch brennz­lige Wör­ter geprüft und gefil­tert. Die Auf­nah­men wer­den zusam­men mit Benut­zer­name, IP und der Nach­richti selbst auf min­des­tens fünf Ser­ver gespei­chert, die sogar, lt. Exper­ten, unsi­cher sind. Ungs­i­chert und von Außen zugäng­lich. Zudem ent­hal­ten die Ser­ver den Code zum ent­schlüs­seln der Daten. Man ging bis­lang davon aus, dass Skype sicher vor Abhör sei, wes­halb es unter Men­schen­rechts­ak­ti­vis­ten und Bür­ger­recht­lern sehr beliebt war. “Unsere Ent­hül­lun­gen zei­gen beun­ru­hi­gende Ver­stöße gegen die Sicher­heit und Pri­vat­sphäre”, heißt es in einem Bericht. For­scher mei­nen: “Ver­trauen in eine bekannte Marke wie Skype ist eine unzu­rei­chende Garan­tie, wenn es um Zen­sur und Über­wa­chung geht.” In einer Reak­tion meinte die Skype-Sprecherin Jen­ni­fer Cau­kin den Wall Street Jour­nal, dass es nie­man­den über­ra­schen sollte, dass in China die Kom­mu­ni­ka­tion von, in und aus dem Land über­wacht werde. Tom sei infor­miert wor­den und habe die Pro­bleme bereits beho­ben. Die Tom-Gruppe teilte dem Blatt fer­ner mit, “als chi­ne­si­sches Unter­neh­men hal­ten wir uns an Regeln und Vor­schrif­ten in China, wo wir unsere Geschäfte verfolgen”.

[ORF.at — Futu­re­Zone]

Links: Skype

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