Nachdem am 11. Juli 2008 das neue iPhone aus – nicht etwa der dritten – sonder aus der zweiten Generation, das iPhone 3G auf den österreichischen (sowie deutschen) Markt geworfen wurde, wurde es mehr als 150 000 Exemplare weltweit verkauft. Der klassische Apple-Hype. (Um eine persönliche Note hereinzubringen: Ich würd’s mir auch kaufen, es sieht einfach gut aus. Doch andere Telefone, wie die der Nokia N-Series können mehr.) Nun hat FutureZone verglichen, und zwar nicht mit ungefähr. Der “Gegner” war das touch Diamond von HTC.
Das Image
Im Vergleich zur ersten Generation ist alles in einem ist das iPhone etwas dicker geworden, und der Rücken runder. Es ist nun in einer weißen und schwarzen Ausführung erhältlich. Etwas schwerer ist er nebenbei auch geworden. Das HTC Touch ist etwas kleiner, eckiger und besitzt am Rücken eine Anspielung auf einen Diamantschliff.
Das touch hat ein 2,8 Zoll Bildschirm mit einer Auflösung von 640×480 Pixel, da hat das iPhone einen kleinen Nachteil (480x320px), das es aber mit dem größerem Display (3,5 Zoll) wieder wettmacht. Schwachpunkt beim HTC-Produkt ist, dass das Display besonders spiegelt, und so die Bedienung bei grellem bzw. Sonnenlicht schwer zu bedienen ist. Weiterer Nachteil bei beiden Produkten sind die Fingerabdrücke auf dem Display, die durch die Bedienungsart sehr bald entstehen. Apple entgegnet diesem Phänomen mit einem Mikrofasertuch, HTC verzichtet auf dieses Zubehör.
Auch bei den Knöpfen hat das iPhone einen Vorteil: Lediglich 3 Knöpfe (2 Lautstärkeregler auf der Seite, 1 “Home-Button”) zieren das Smartphone, bei HTC sind es jedoch 5.
Bedienung
Nun gehen wir auf Tuchfühlung, oder eher auf Touch-Fühlung, beide Geräte sind mit den Fingern bedienbar, das touch Diamond setzt auf Microsoft Windows Mobile 6.1 mit einer eigenen touch-Oberfläche darüber. Das iPhone werkelt mit einem abgespeckten OS X. Hier punktet das iPhone, dadurch, dass mit zwei Fingern gearbeitet werden kann und die Bewegungen flüssiger verlaufen. Beim HTC-Gerät kann nur mit einem Finger gesteuert werden, und durch Windows Mobile ist der Eingabestift, der beim iPhone nicht existiert, ein umissbares Zubehör. Um wieder zum Homescreen zu gelangen, muss man beim iPhone nur den “Home-Button” drücken, beim touch Diamond – Windowstypisch – muss man blättern.
Bei den Programmen wird bei Apple nicht gespart, neben den vorinstallieren Applikationen wie Google Maps (kombiniert mit einem GPS-System) oder dem Safari Browser. Es gibt auch ein “App-Store”, ausdem kostenlose und –pflichtige Programme geladen werden können. Bei HTC setzt man auf den Opera Mobile-Browser (Internet Explorer ist auch an Board) und natürlich die Pocket-Versionen der MS Office Suite. Zurück zu den Browsern: Beide (Safari & Opera) zeigten die Website korrekt an. Praktisch: Wird die Kippfunktion getätigt so drehen sich auf die Seiten von Hoch– auf Querformat. Dies funktioniert auf mit Fotos oä. Zum surfen wird ein eingbautes WLAN-Moden verwendet, beim iPhone wird zum nächsten Hotspot automatisch verbunden, beim touch musste man sich durch diverse Menüs wählen. Ein unabdingbares Detail sind die Bluetooth-Ports – bei beden Geräten. Allerdings kann das HTC da mehr: Es kann ua. mit einem Notebook verbunden werden und so als WLAN-Moden benutzt werden. Beim iPhone sind diese Ports nur für die Bluetooth-Kopfhörer gedacht.
Und wer hat den Größeren?
Beim Musikplayer verhält es sich ähnlich. Das iPhone orientiert sich an iTunes bei der Menüführung, wird es in die Querlage gedreht, so kann man mit “Coverflow” durch seine Titel und Alben navigieren. Beim touch sind ähnliche Funktionen dabei – auch die Blätterfunktion durch die Cover. Natürlich ist der Windows Media Player mit an Board. Genauso ist es auch beim Akku, beide Geräte müssen bei intensiver Nutzung (Musik hören, Telefonieren, etc…) müssen beide Geräte nach einem tag wiederaufgeladen werden.
Fazit
And the winner is are both. Ja, beide sind Gewinner. Das iPhone ist für gewöhnliche Nutzer sehr gut, und ein Lifestyleobjekt obendrein. Das HTC-Gerät allerdings ist für Businessanwender eher geeignet. Durch die sehr verschachtelte Menüführung braucht man aber unbedingt den Eingabestift. Vorallem für die Tastatur, denn für die Windows-Keyboard kann man nicht den Finger verwenden, ohne gleich mehrere Tasten gleichzeitig zu drücken. Das iPhone-Board ist zwar auch winzig, lässt sich aber mit Fingern bedienen – wenn auch gewöhnungsbedürftig. Der touch Diamond außerdem, lässt einen auch öfter warten, denn durch die “Touch-FLO-3D-Oberfläche” hängt das Menü und die Bedienung leicht. Eine Flatrate muss aber drin sein, denn es wird ständig – bei beiden – neuer Inhalt für alle Widges etc… nachgeladen. Deaktivierbar – allerdings nicht empfehlenswert.
Ganz kurz: das iPhone ist weiterhin ein iPod mit Telefonfunktion – allerdings seit der “3G”-Generation in der “PRO” ausführung. Und das touch Diamond ist ein recht gutes Business-Smartphone und auch sehr handlich.
ALLERDINGS: Zuviel telefonieren ist eh ungesund
Links: Apple | HTC
Quelle: ORF FutureZone
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