Nun, dass Adobe seine User gern als (unfreiwillige) Testkaninchen benutzt ist kein Geheimnis, allerdings hat sich Adobe mit der Creative Suite 4 selbst übertroffen. Noch nie waren so viele Bugs, Fehler, Fehlübersetzungen, hohe Leistungsanforderungen und wenig Neuerungen enthalten wie jetzt. Abgesehen, davon werden viele Fehler stilecht einfach mit “wird in CS5 behoben” beantwortet. Das ist jedenfalls keine Lösung, und auch nicht das richtige Verhalten eines Unternehmens, das den Markt “beherrscht”. Denn wenn sie so weitermachen, dominieren bald andere Firmen mit ihren ausgereifteren Produkten den Markt. Allein Photoshop fallen mir viele, viele Bugs auf (obwohl Version 11.0.1) wie zum Beispiel, dass mir keine Werkzeuge zur Verfügung stehen und stattdessen nur das Handwerkzeug aktiv ist. Egal auf welches Werkzeug ich klicke. Oder dass Teile meiner Grafik abhanden kommen, wenn ich eine Ebene verschiebe bzw. umsortiere. Auch die “Zurück”-Funktion ist nur eingeschränkt nutzbar. Ich kann immer nur EINEN Schritt rückgängig machen in Photoshop. In allen anderen Programmen der CS4 kann ich beliebig viele Schritte ungeschehen machen. Als Beispiel (wo ichs besonders oft brauch) nehm ich da einfach mal Illustrator und Dreamweaver. Auch fällt mir die Unfähigkeit zur Speicherung von PNG-Grafiken mit 32 Bits auf. Andere Programme (wie Paint.NET) beherrschen das. Bei Adobe allerdings muss man die Grafik erst in 16 Bits umwandeln, und das kann bei größeren Projekten länger dauern. Und trotz geringer Neuerungen der CS3 gegenüber hat Adobe die minimalen Leistungsanforderungen fast verdoppelt. Mac-User mit einem G5-Prozessor können es also gleich vergessen und Windows-User mit einem Mittelklasse-PC oder Notebook von vor 2008 können dem Ladebalken zusehen, wie er sich nicht bewegt. Obgleich es keinen Ladebalken gibt. Aber es gibt nicht nur schlechtes, es ist fein, dass die Oberflächen der (meisten) Programme angepasst wurden, somit findet man sich schnell zurecht, wenn man ein anderes Programm der Suite benutzt hat. Nur Bridge (die wohl wichtigste Komponente in der Suite) und Premiere wurden nicht an die neue Oberfläche angepasst. Warum eigentlich? Und das aller-aller nervigste Problem der ganzen Suite ist, dass viele Patches einfach nicht installiert werden können. Egal wie oft man es versucht, ob manuell oder automatisch, das Update schlägt fehl. Seitens Adobe meint man, dass das Problem bekannt sei. Die Lösung… nicht. Mein Liebligsprogramm aus der Suite ist und bleibt Dreamweaver, es scheint das einzige zu sein, dass wirklich funktioniert, auch wenn es manchmal abschmiert (naja, wenn mal 50 Dokumente offen hat, was sonst?). Allerdings finde ich langsam gefallen an Illustrator und Premiere. Aber auch nur gaaaaaaaaaanz langsam.
In diesem Sinne, frohes Ladebalken-zusehen!