Durchfrorenes Lebenszeichen
Nachdem es länger kein Wort mehr von mir gab, und ich mich bemühe jeden Monat mindestens 3 Artikel online zu stellen schreib ich hier einfach einmal einbisschen Zeugs ins Kasterl, wo eigentlich sinnhafter Text stehen sollte. Jedenfalls haben wir heute eine Klassenkollegin im Krankenhaus besucht. Besser gesagt in den Krankenhäusern. Es hieß nämlich “sie liegt am Rosenhügel”. Okay, wir haben festgestellt, es ist in Speising. Eine Katastralgemeinde des wiener Gemeindebezirks Hietzing (XIII). Doch erwartet hätten wir uns nicht, dass es gleich 3 verschiedene Krankenhäuser auf dem ein und selben “Hügel” gibt. Einen Katzensprung mit mächtig Katzengejammer entfernt (saßen in Wien Mitte (Landstraße, Wien III) fest, weil wir die Sachen + Grußkarte vergessen hatten) und gelangten endlich zur Kennedybrücke in Hietzing. Die Mauer von Schönbrunn könnte allerdings einen neuen Anstrich vertragen. Der Zug verspätet sich, gab wohl ein Unfall oder sowas und die Bim ist voll. Wider Erwarten bekommen immerhin 3 von uns (insg. 5) einen Sitzplatz. Nach einer längeren Fahrt, bei der wir durch den 13. Bezirk gurkten kamen wir endlich an. Der 62er wollte nicht, drum gingen wir zu Fuß und froren. Nun, das war ja noch gar nicht die Krönung. Gesucht – Gefunden: Das Lainzer Krankenhaus. Hier wurde ich zwar geboren, aber erinnern kann ich mich nicht recht. Nach kurzem Irren haben wir dann doch die Auskunft gefunden und nach der Kollegin gefragt, doch da schickt man uns zu einem anderen Krankenhaus. Und zwar dem Neurologischen Krankenhaus Rosenhügel.
Da die Wegbeschreibung klar war aber die Richtung nicht, irrten wir auf der Straße herum. Gingen im Kreis und wieder zurück und anschließend in die falsche Richtung. Da mein Handy saftlos war, borgte ich mir das von der Iris und startete Google Maps. Das sagte mir zwar eine “ungefähr”-Wegbeschreibung aber orientieren mussten wir uns schon noch. Mittlerweile waren mehrere von unserer Gruppe am zittern und frieren. Allerdings fanden wir das sehr abgelegene Neuro-Krankenhaus doch noch. Mit Entsetzen und kalten Füßen stießen wir zum nächsten Milestone. Es gibt also 3 Pavillons (A, B und C) und drei weitere Verwaltungsgebäude auf dem Areal. Im Herbst sicher wunderschön. Auch so schön, denn der frische Schnee lag unberührt da, fast jungfräulich und brav. Wir durchstreiften das erste Gebäude und fanden uns in einem Psycho-Thriller wieder. Das Gebäude war Barrock und stockfinster. Das nennt man wohl Aufnahme und Entlassung? Wir verliesen das Gruselkabinett und irrten kreuz und quer durch den Garten, ließen uns von den völlig gegensätzlichen Schildern leiten und landeten letztendlich im Pavillon B. Dort sagte uns ein gutaussehender junger Arzt, dass unsere Freundin in 3604 liegt, welches in Pavillon C ist. Wie kommt man dahin? “Da runter, letztes Gebäude”. Es stellt sich heraus, dass “da runter” eher “da rauf” hieß. Wir durchquerten ein Schneefeld nach dem anderen und stießen auf eine Frau mit leichtem deutschen Dialekt, welche uns an ein Backsteinhaus verwies. Also ein “Pavillon” sieht für mich anders aus! Hinter einem Drahtzaun (?) in einer Unterführung kamen wir quasi durch die Hintertür, welche die Vordertür war, hinein und fanden schließlich Station 2. Die hieß allerdings C2. Das Personal war irgendwie in einer Niesche versteckt und letztendlich hatten wir sie gefunden. Die Kollegin. Nach etwa 3 oder 4 Stunden, nass und kalt. Nach weiteren paar Stunden – sie freute sich sehr über den Besuch und war anscheinend wieder munter – reisten wir wieder ab…
Seit heute haben wir wieder eine Stunde mehr, oder zumindest soviele wie vorher. Denn bei der Sommerzeit wird uns genaugenommen eine Stunde weggenommen. Warum erleiden wir dann eigentlich nicht einem Jet-Lag? Doch, eigentlich ist es so. Studien besagen, dass in den zwei Wochen nach Umstellung auf Sommerzeit die Herzinfarktsrate sprunghaft um 50% ansteigt (= 150%). Und in den 2 Wochen nach Umstellung zur Standardzeit das Herzinfarksrisiko um 25% zurückgeht (= 75%). Spannend. Jedenfalls gibt es neben dem Broken-Heart-Syndrom, dem 




